Ankunft Maison Emmanuel

Hello,

mitlerweile bin ich im Maison Emmanuel angekommen!
Die Tage in Montreal waren noch echt schön.. Unteranderem war ich auf dem Olypiastate in Montreal, habs jedoch nicht mehr in den botanischen Garten geschafft – kommt noch 🙂

Rebeca hat mich am 1. Oktober zu ME gefahren und wir haben uns alles mal angeschaut. Christin, ebenfalls aus Deutschland, hat uns rumgeführt. Ich werde im „Maison Cérès“ leben.

Der Tagesablauf ist folgender:
-7 UhrFrühstück vorbereiten
-7:30 Uhr Villiger (So werden die Betreuten genannt) wecken und ab ins Bad mit ihnen
-8:00 Uhr Frühstücken
-9:30 – 11:30 Uhr Workshops
-12:30 Uhr Mittagessen und dann die Villiger ins Bett bringen – Pause
-14:30 Uhr zweiter Workshop
-Bis ich glaube 17:30 Uhr
-18 Uhr rum gibts Abendessen und dann werden alle zwei Tage die Villiger geduscht
-Gegen 20 Uhr treffen wir uns dann im „Living Room“ und schließen den Tag ab
-Wenn alle Villiger im Bett sind und wir keine Besprechung haben, ist dann so ca. um 20:30 Uhr schluss

Ja, so ist ein Tag vollgepackt und die Zeiten stimmen so ungefähr 😀 Ich muss mich erstmal daran gewöhnen, den ganzen Tag etwas zu machen und nicht abends wegzufahren.. 🙁  Aber es macht  Spaß! Man ist eben in seiner Freiheit eingeschränkter.. Hier gibts ein paar Autos, so habe ich wohl ab und zu die Chance, dass ich mit den Co-Worker-Autos nach Monreal fahren kann an meinen freien Tagen.. Muss ich mir morgen mal anschauen wie das alles geht 🙂

Ich bin für Steaven zuständig (ja Fredi, er heißt wirklich Steaven :-P) er ist ziemlich aktiv und man muss ihm ständig sagen, dass er aufhören soll irgendein Scheiß zu machen und das er sich auf seine Arbeit zu konzentrieren hat. Mit ihm kann man denke ich viel Spaß haben, nur muss man halt echt vieles ständig immer wieder sagen.. Wenn Audrey und  Lorenz (unsere Hauseltern – sie sind ca. 21 Jahre haben ein Kind und heiraten bald) den Offday haben (einen Tag + einen halben Tag oder am ende des Monats zwei Tage frei haben) werde ich mich um Martin und ab und an um Alysha kümmern. Martin kann kein Wort sagen, macht aber oft Geräusche und verständigt sich mit der Zeichensprache – sehr interessant das zu lernen!!! Alysha hat eine Prothese, kann aber sehr gut damit umgehen – ich war erstaunt! Er verständigt sich auch mittels der Zeichensprache. Alle drei haben noch so ihre Eigenarten über die ich aber im laufe der Zeit berichte..
Neben meinem Zimmer schläft Tobi, so ab 0 Uhr und dann wieder morgens um 6 Uhr „Muht“ er in seinem Zimmer rum.. Bissher hats mir noch nicht soviel ausgemacht, da ich eh gegen 6:30 Uhr aufstehe – abwarten… 😛 Mein Vorgänger hat sich wohl des öfteren darüber aufgeregt 🙂
Ansonsten arbeiten alle Villager fleißig mit und das klappt gut..

Es gibt verschiedene Workshops hier.. Ich war in der Töpferrei, Reiten und Sport. Ab nächster Woche hab ich meine festen Workshops: Holzwerkstatt und Farm..
Die anderen Leute sind echt nett und ich bin mit meinem Haus auch echt zufrieden 🙂 Man muss sich eben daran gewöhnen, dass man sehr sehr wenig Freizeit hat! Fritz, der mit mir im Vorbereitungsseminar war, ist nun nach seinen Visaproblemen auch angekommen und arbeitet in Maison Ellyn. Sonst sind noch ein paar Deutsche hier, wir unterhalten uns aber meistens trotzdem auf Englisch 🙂

Samstags ist immer Brunch, da kann ich dann bis 9 Uhr schlafen *jippiii*
So, machts mal gut!
Good night,
benny

Zweite Infos zu Canada…

Hallo Ihr da draußen 🙂

nachdem ich nun viele Mails bekommen habe, was machst du denn da eigentlich und wo und warum, dachte ich mir schreib ichs nun mal:-)
Ich werde in Val-Morin, Quebec in einem Camphill arbeiten. Dieses besteht aus 5 Häusern.
Was ich sicher weiß, dass es dort eine Bäckerei (Rebeca ist mal hingefahren und hat sie sich mal angeschaut – sehr schön und das Brot lecker meinte sie) und einen Bauernhof gibt. Ansonsten hilft man bei Workshops  und bei alltäglichen Dingen mit.
In den Häusern leben behinderte Menschen, die betreut werden müssen. Ich denke, dass die Arbeit nicht einfach wird, jedoch macht es sicherlich Spaß und es ist eine gute Erfahrung – ich freue mich drauf!
Mein Arbeitstag ist zwar 12 Stunden lang und das bei einer 6 Tage Woche, aber ich lasse alles einfach auf mich zukommen 🙂 zusätzlich habe ich noch 3 Wochen Urlaub.
Dadurch das meine Freundin in Canada lebt und ich schon ein paar Kontakte habe, denke ich, dass es auch einfacher für mich ist, mich dort einzuleben. Zur Zeit schreibe ich mit einer, die schon einmal dort war und die mir ein bisschen von Ihrem Aufenthalt erzählt. Ich weiß, dass ab August noch ein ein deutsches Mädel im Camp sein wird. Bin ich nicht ganz alleine und kann mit Ihr Deutsch sprechen 😀

Soweit erstmal,
euer benny